Überregulierung ist nicht ,,Bürokratie'' - oder doch? (Dirigismus)

Submitted by tsaro on Sun, 05/19/2019 - 10:10
German
 


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Überregulierung: Staatliche Kontrollomani.


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Überregulierung ist nicht ,,Bürokratie'' - oder doch? (Dirigismus)

Für Überregulierung gibt es keine rationale Legitimation. Sie ist nur deutbar als ein psychisches Problem von Machtbesitzern: Sie können sich teils nicht mit der Vergänglichkeit und Eigen-Bestimmtheit und Unkontrolliertheit der menschlichen Existenz abfinden.

Sie interpretieren Unkontrolliertheit des Ablaufes von Realität und Historie als einen illegitimen Dauerwiderstand von Bürgern gegen ihren Machtanspruch über das Geschehen. Letztlich ist es im menschlichen Unvermögen verankert, sich Unendlichkeit vorstellen zu können. Bürokratische Erfassung des realen Geschehens weitet immer mehr aus beim völlig aussichtslosen Kampf, die natürliche Unendlichkeit des gesamte Geschehen statistisch erfassen zu können.

Dahinter steckt eine andere psychische Fehlsteuerung vieler Machtinhaber: Die Vision der Machbarkeit einer total von oben gesteuerten idealen Welt.

Es ist der Gutmenschen-Wille, für alles Geschehen eine Verbesserung wissen und anordnen zu können. Auch hier wird die Endlichkeit des menschlichen Seins gedanklich beiseite geschoben. Die zeitliche Unendlichkeit der Geschichte, der Erde, des Universums wird nicht mehr voll mit gedacht. Der eigenen kurzen Lebensspanne und geringen Bedeutung wird die Illusion der unendlichen Bedeutsamkeit verliehen.

Natürlich geht es nicht so weit, die Vernunft zu verlieren. Das Verhaltensmodell des Wollens der Totalkontrolle ist auf psychischer Ebene und entwindet sich der rationalen Eigenkontrolle. Es ist ein Grundzug des Denkens. Nur in der Kombination mit Machtbesitz kann es sich zu einem ausgeprägten psychischen Problem mit ausgeprägten realen Konsequenzen hoch steigern: Steigern zum politischen Dirigismus und zum immer aussichtslosen Wollen von Totalkontrolle.

Nun betrachten wir einige Beispiele von Überregulierung:

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a)   Ein typisches Beispiel der Überregulierung ist die Anordnung von Ladenschlusszeiten.

Zur Sache sei vorab klargestellt: Nicht alle Regelung von Ladenschlusszeiten ist ein Fehler. Aber in Deutschland war die Regulierung mindestens in den ersten 60 Jahren seit dem Zweiten Weltkrieg unnötig eingreifend. Wie kam zur langwährenden Aufrechterhaltung?

Dahinter steht ein allgemeines Verhaltensmodell:   ,,Die Staatsbürokratie'' verordnet der Wirtschaft in bürokratischer Denkweise unsinnige Zwänge. Die Staatsbürokratie meint, was sie nicht sorgfältig geregelt habe, sei unkontrollierbar, und was nicht kontrollierbar sei, sei schädlich. Hier geht es also meist nicht um Schutz von Werten, sondern meist um Wichtigtuerei.

Dies ist das Verhaltensmodell einer typischen psychischen Problematik, sofern zu viel Anordnungsmacht in zu unzureichend kompetenten Gehirnen angesiedelt wird.

Ob Überreglementierung dieser Art zugleich ,,Bürokratie'' darstellt, hängt davon ab, wie man zuvor den Begriff ,,Bürokratie'' definiert hat. Eine gesetzlich fixierte allgemeingültige Definition, was Bürokratie sei, besteht aus verständlichen Gründen nicht. Denn man könnte argumentieren, diese Definition sei unwirksam, weil selber eine übertriebene Sprachregulierungs- ,,Bürokratie''. Wir wären dann bei einem klassischen Problem der Sprache (Metasprache / Objektsprache)...

Ernsthafter betrachtet: b)   Man könnte durchaus argumentieren, dass alles, was der Staat willkürlich und sachwidrig reglementiert hat, ebenfalls einem zweckmäßig abgegrenzten Begriff ,,Bürokratie'' unterzuordnen sei.

Da willkürliche Regelungen regelmäßig begleitet sind von einem Wust von Auslegungs-, Kontroll- und Überwachungs-,,Bürokratie'', macht es Sinn, jeden wichtigtuerisch die Arbeitenden mit unsinnigen Auflagen schikanierenden Staat insoweit als
 

iide

Submitted by tsaro on Mon, 05/28/2018 - 10:10
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